Nonsenselessness



Mehtap Baydu setzt sich in ihren meist im Bereich der Performance angesiedelten Arbeiten mit Themen wie kultureller und geschlechtlicher Identität auseinander. Baydus Werke wurden in unterschiedlichen Einzel- und Gruppenausstellungen, darunter im 3. Berliner Herbstsalon, Gorki Theater Berlin (2019), im Arter Istanbul (2019), im Künstlerhaus Stuttgart (2014) und in der Kunsthalle Fridericianum, Kassel (2009), ausgestellt. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Jenny Brockmann ist bildende Künstlerin und Bildhauerin und lebt in Berlin. Ihre Werke verbinden Technologie, Wissenschaft und Kunst und werden international gezeigt. Sie studierte bildende Kunst an der Universität der Künste Berlin (UdK), wo sie Meisterschülerin bei Rebecca Horn war, und erhielt ein Diplom in Architektur von der Technischen Universität Berlin (TU). Brockmann schafft Arbeiten, die sich durch eine diskursive Ästhetik auszeichnen. In Form von Skulpturen, interaktiven Raumarrangements oder Gedankenlinien erforscht die Künstlerin seit Jahren dynamische, räumliche und soziale Prozesse sowie natürliche Kreisläufe. Brockmanns Arbeiten sind Ausgangspunkt für philosophische Diskurse und Fragen nach Mustern menschlichen Verhaltens und sozialer Strukturen.

Lan Hungh ist ein Mixed-Media-Künstler aus Taiwan, der vor allem in den Bereichen Performance, Video, Musik und Installation aktiv ist. In seiner künstlerischen Forschung und im Entwicklungsprozess seiner Performances zeigt Lan Hungh eine Neugier für Psychologie, Körperarbeit und erotische Themen. Oft setzt er sich und seinen Körper mit der ihn umgebenden Architektur in Verbindung und stellt gesellschaftspolitische Strukturen infrage. Seit 2007 zeigt er seine Arbeiten auf Festivals und in Ausstellungen in Taiwan und Europa. Er lebt und arbeitet in Berlin.

Kenny Fries ist Autor von In the Province of the Gods (Literaturpreis Creative Capital), The History of My Shoes and the Evolution of Darwin's Theory (Outstanding Book Award, Gustavus Myers Center for the Study of Bigotry and Human Rights) und Body, Remember: A Memoir. Er ist Herausgeber von Staring Back: The Disability Experience from the Inside Out und wurde von der Houston Grand Opera beauftragt, das E-Libretto für The Memory Stone zu schreiben. Zu seinen Gedichtbänden gehören Anesthesia , D esert Walking und In the Gardens of Japan. Seine Werke erschienen in der New York Times, Granta, The Believer, Kyoto Journal und vielen anderen Publikationen. Er entwickelte den Fries Test für die Darstellung von Behinderungen in unserer Kultur. Kenny ist Stipendiat des Rockefeller Foundation Bellagio Center Arts and Literary Arts Fellowship und erhielt das Creative Arts Fellowship von der Japan-U.S.-Friendship Commission und des National Endowment for the Arts. Er war zweimal Fulbright-Stipendiat (Japan und Deutschland) und erhielt Stipendien des DAAD (Deutscher Akademischer Austauschdienst), des Canada Council for the Arts, des Ontario Arts Council und des Toronto Arts Council.

Das in Istanbul ansässige Kollektiv GUGUOU wurde 2017 von den Künstler*innen Güneş Terkol (Gesang, Keyboard) und Güçlü Öztekin (Gesang, Gitarre) gegründet und später durch Oğuz Erdin (akustisch/elektronisches Schlagzeug und Klangbearbeitung) und Bora Çeliker (Gitarre) ergänzt. Mit dem Fokus auf der Musik arbeiten sie seit einigen Jahren in ihrem Heimstudio zusammen und greifen dabei auf Formen, Techniken und Strategien der experimentellen Popmusik zurück. Sie verwenden elektronische Werkzeuge, um Klang und Gesang zu manipulieren, und experimentieren mit populären Formen ebenso wie mit bearbeiteten Klängen, Low Tech, Elektroakustik, Repetition und rhythmischer Musik, begleitet von einem kurzen, einfachen und eigenwilligen Gesang. Während die Texte von alltäglichen Begegnungen inspiriert sind, entstehen akribisch einstudierte Musikperformances aus kollektiven Improvisationen. Guguou ist in verschiedenen internationalen Kontexten aufgetreten, u.a. auf der Bienal de São Paulo (2017).

Harvey Rabbit is a transgender artist living in Berlin. He holds a Master’s in dramaturgy and a Master of Fine Arts in Experimental Theater, both from New College of California. A campaigner for LGBTQIA* and advocate for sex workers, his activism dates back to the mid-90s when, using spoken word as his medium, he stormed the stages of Northern California, speaking about feminism, queerness, and empowerment. From 2013 to 2015, he produced, curated, and hosted Varieté Ridiculous, a political cabaret in Berlin focusing on sex workers’ rights. In 2016, his first short film, Slowdance (2016), a film noir about homophobia and gay love, premiered at the Berlin Porn Film Festival and has been shown in queer film festivals in many parts of Europe, South and Central America, and the USA. In 2017, he produced We Are the Fucking World, a short film for Erika Lust. His most recent work, The Chemo Darkroom (2018) was selected for the shorts competion in the Berlin Porn Film Festival, Berlin Feminist Film Week, IKFF Hamburg and the 2019 Hacker Porn Film Festival in Rome. Captain Faggotron Saves the Universe , his first feature film, will begin production in 2020.

Mika Satomi ist Designerin und Künstlerin und beschäftigt sich mit eTextilien, Interaktionsdesign und Physical Computing. Seit zwei Jahren ist sie Gastprofessorin an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin. Sie war Researcher an der Swedish School of Textiles und am Distance Lab, Schottland, im Bereich der praxisorientierten Designforschung. Sie graduierte mit einem BA in Grafikdesign von der Tokyo Zokei University und mit einem MA in Mediengestaltung von IAMAS, Japan. Seit 2006 arbeitet Mika mit Hannah Perner-Wilson zusammen. Gemeinsam haben sie das Kollektiv KOBAKANT gegründet, das künstlerische Projekte im Bereich eTextilien und Wearable Technology Art entwickelt. Satomi ist Mitautorin der e-Textil-Online-Datenbank How To Get What You Want. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Kristina Kramer ist Kuratorin, Kunsthistorikerin und Übersetzerin mit Sitz in Berlin.Nach ihrem Studium an der Universität Leipzig lebte sie in Istanbul, wo sie in der zeitgenössischen Kunstszene aktiv war. Sie arbeitete am Stadtmuseum Berlin im Rahmen des von der Kulturstiftung des Bundes geförderten Fellowship Internationales Museum und anschließend als Projektassistentin am Deutschen Hygiene-Museum Dresden für die Ausstellung 'AIDS - Based on a True Story.' Zuletzt gehörte sie zum Organisationsteam von 'The Influencing Machine (2018) bei der neuen Gesellschaft für bildende Kunst (nGbK) in Berlin und kuratierte zusammen mit Özgür Erkök Moroder die Ausstellung 'Es war einmal in einer unbekannten Zukunft' (2019) im Rahmen des Festivals 48hNeukölln.

Özgür Erkök Moroder (1981, TR) Performer, Kostüm-und Bühnenbildner, Kurator, Zeichner, Stimmkünstler, Musik- und Videoproduzent. Das multi-disziplinär arbeitende Künstler beschäftigt sich vor allem mit Gender und Alltäglichem. Es studierte Kunst, Design und Musik. Seit 2012 in Berlin. Solo SynthPunk Opern performances als “sesperisi”.

Nominiert für National Galerie Young Art Prize 2015 (Berlin). Mitglied des Ha Za Vu Zu Kunst-Kollektivs, Istanbul und des Bühnen-Kollektivs Rampen Fau, Berlin. Coordinator und Künstler in den Projektraum Apartment Project-Berlin (2012-17). Er ist Leiter des Comics Workshops bei YoungArts Neukölln. (Auswahl):IAAB Residency Program, 2010, Basel, CH; Performing Arts Festival, Berlin, 2019; Touch Amplifiers, ADK,'18, Berlin; MAXXI Museum, 2015, Rome, IT; Zombie and Dummy, Soho in Ottakring, Wien, AT,'14; Laufstaek-in, Maxim GorkiTheaterStudioR,'16,Berlin;Whatisqueertoday, NGBK,'14,Berlin. http://ozgurerkok.blogspot.de/ https://studiosesperisi.wordpress.com/

Previous curatorial work with Kristina Kramer at 48 Stunden Neukölln, 2019 http://ozgurerkok.blogspot.com/2019/10/once-upon-time-in-unknown-future-3.html                                                                                                               


IMPRINT

Kuratiert von
Kristina Kramer & Özgür Erkök Moroder

Nonsenselessness
Virtuelle Gruppenausstellung 19-21 Juni 2020

Mit Arbeiten von
Mehtap Baydu, Jenny Brockmann, Kenny Fries, GUGUOU, Lan Hungh, Harvey Rabbit, Mika Satomi

Web Design
x,J studio & Cheri Marie

Übersetzung & Korrektorat Kristina Kramer & Sofia Leiby

Fotograf & Plakat Design Özgür Erkök Moroder

Ort: Ziegrastr 1, Neukölln, Berlin

Besonderer Dank an Martin Steffens, Thorsten Schlenger, Maxim Streletzki, Estrel Hotel

Unterstützt mit Mitteln der Projektförderung des 48 Stunden Neukölln Festival und Bezirksamt Neukölln Fachbereich Kultur